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Die Zertifikatsprüfung für Webanwendungen deaktivieren

In bestimmten Kontexten kann es erforderlich sein, die Prüfung des Webzertifikats für Webanwendungen und Reverse Proxys zu deaktivieren.

Voraussetzungen

Über einen SSH- oder Konsolenzugriff auf das betreffende Edge Gateway sowie über den Superuser-Zugriff root verfügen.

Tipp

Die SFTP- oder SSH-Verbindung mit dem Edge Gateway kann über eine SSH-Anwendung von CyberElements Bastion aufgebaut werden.

Der Parameter wird in der Konfigurationsdatei gateway.xml des Edge Gateway deaktiviert. Diese Datei befindet sich im Verzeichnis /etc/ipdiva/gateway/ oder in einem beliebigen anderen Verzeichnis /etc/ipdiva/gateway*/, wenn mehrere Instanzen parallel laufen (das ist zum Beispiel bei einer Cluster-Architektur der Fall).

Sie müssen den Wert true des Tags verify-cert in sslconf auf false ändern:

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<session>
    <sslconf name="default">
        <ca-dir>/etc/ssl/certs</ca-dir>
        <verify-cert>false</verify-cert>
    </sslconf>
</session>

Nach der Änderung der Konfigurationsdatei berücksichtigt das Edge Gateway die Änderungen erst nach einem Neustart.

Achtung!

Der Neustart des Edge Gateway verursacht eine Unterbrechung der Benutzersitzungen, die über das betreffende Edge Gateway laufen.

Tipp

Das Edge Gateway ist standardmäßig so eingestellt, dass es jeden Tag um 6:25 Uhr neu startet. Ist die Änderung nicht dringend, wird sie am nächsten Tag berücksichtigt.

Um die Hauptinstanz neu zu starten, muss der folgende Befehl als Superuser root ausgeführt werden:

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/usr/local/ipdiva/gateway/bin/restart

Der vorstehende Befehl betrifft nur die Hauptinstanz. Für alle anderen Instanzen liegt der Pfad zum Neustartskript der Instanz im Verzeichnis /usr/local/ipdiva/<INSTANCE_NAME>/bin/restart, wobei <INSTANCE_NAME> durch den Namen der Edge-Gateway-Instanz ersetzt werden muss.

Beispiel

Bei einem Edge Gateway mit einer zusätzlichen Instanz namens gateway-additional erscheinen die Verzeichnisse /etc/ipdiva/gateway-additional/ und /usr/local/ipdiva/gateway-additional. Um die Namen der verschiedenen Instanzen zu erfahren, genügt es daher, die vorhandenen Verzeichnisse aufzulisten:

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find /etc/ipdiva/ -type d -name "gateway*" | cut -d "/" -f4

Weiterhin am Beispiel einer zusätzlichen Instanz namens gateway-additional würde das Ergebnis des vorstehenden Befehls wie folgt aussehen:

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gateway-additional
gateway

Die Konfigurationsdatei dieser Instanz ist somit /etc/ipdiva/gateway-additional/gateway.xml und der Neustartbefehl lautet:

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/usr/local/ipdiva/gateway-additional/bin/restart